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Abbruch des freiwilligen Dienstes wegen politischer Unruhen


(Fotos: Claudia Richter)

(cr) Ein Jahr freiwilligen Dienst wollte Nicole Zimmermann aus Lindach in der Ukraine absolvieren. Aufgrund der politischen Unruhen musste sie vor einigen Tagen vorzeitig ausreisen. Gestern berichtete sie in Eberbach über Land und Leute in der Ukraine sowie ihre Arbeit in einem Internat.

Vor einem Jahr hat Nicole Zimmermann als Jahrgangsbeste am Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasium ihr Abitur bestanden und beschlossen, vor ihrem Studium ein Jahr in der Ukraine zu verbringen. Über den Auslandsfreiwilligendienst "x-Chance - weltwärts" der Diakonie Württemberg reiste sie im September 2013 nach Charkow, der mit etwa 1,5 Mio. Einwohnern zweitgrößten Stadt der Ukraine, und arbeitete dort in einem Internat für blinde und sehgeschädigte Kinder und Jugendliche. Nachdem sich die politische Lage in der Ukraine in den Tagen vor der Wahl zugespitzt habe, sei sie der Reisewarnung des auswärtigen Amtes gefolgt und nach 8 1/2 Monaten ausgereist.
Gestern Abend erzählte Zimmermann im evangelischen Gemeindehaus vor zahlreich erschienenem Publikum beeindruckend über ihre Erlebnisse im Osten, kam dabei fast ins Schwärmen über die Schönheit der Ukraine, berichtete aber auch über Erlebnisse in einem Altenpflegeheim, über die sie "nicht so glücklich" gewesen sei.

Schwerpunkt ihrer Arbeit in Charkow war die Betreuung von bis zu acht russisch sprechenden Kindern zwischen 5 und 7 Jahren. Ihre erste Herausforderung war die Sprache zu erlernen. Mit Englisch komme man dort nicht weiter, so Zimmermann. Weiter unterstützte sie zwei Familien, und auch Besuche in einem Altenheim standen regelmäßig an. Viele lustige Anekdoten gab die Lindacherin zum Besten. Ihre Eindrücke über Religion, Kultur, Soziales und Politik gab sie anschaulich mit Wort und Bild an die Zuhörer weiter, und auch ihre gewonnenen Erkenntnisse "es muss nicht immer perfekt sein" oder "es geht irgendwie" äußerte sie überzeugend. Betreut wurde sie gemeinsam mit zwei weiteren jungen Frauen vorort von einer Mentorin, mit der man viel Zeit verbracht habe. Trotzdem sei man erst einmal "ins kalte Wasser gefallen", so Zimmermann. Man habe sich aber schnell eingelebt und hätte jetzt noch viele Pläne umsetzen wollen, wie etwa Mitorganisieren bei einer Kinderfreizeit. Nun hofft die junge Frau, dass sie in diesem Jahr doch noch einmal in die Ukraine einreisen darf, auch um weiter die Familien und Alten zu betreuen, die auf Hilfe von Freiwilligen angewiesen seien. "Es gibt aber zurzeit keine freiwilligen Helfer dort", stellte sie traurig fest. Sie kennt jetzt die Realität und weiß, dass derzeit selbst ein Besuch der im Heim lebenden Menschen im angrenzenden Park unmöglich sein wird.

Das Bundesministerium für entwicklungspolitische Zusammenarbeit unterstützt diese freiwillige Arbeit ebenso wie die Diakonie Württemberg, die ihre Ausgaben unter anderem über Spenden finanzieren. Auch Nicole Zimmermann hatte Spender aus Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, die für ihr FSJ gespendet haben.

Zimmermann wartet nun täglich auf eine Antwort, wie es mit ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr weitergeht. Falls die Reisewarnung bestehen bleibt, wird sie von der Diakonie eine FSJ-Stelle in Deutschland angeboten bekommen und diese annehmen. Mehr Infos für Jugendliche über den Auslandsdienst gibt es im Internet (Link s.u.).

Infos im Internet:
www.ran-ans-leben-diakonie.de


28.05.14

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