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Bildung braucht Bilder


Leere Vitrinen und Bilderrahmen wiesen am 21. Mai auf die bundesweite Situation des Kunstunterrichtes hin. (Foto: privat)

(bro) (pm/sch) Die Fachschaft Bildende Kunst beteiligte sich an der Aktion "Bildung braucht Bilder" im Rahmen der Woche der kulturellen Bildung der UNESCO, zu der der BDK Fachverband für Kunstpädagogik bundesweit alle Kunstlehrenden aller Schularten aufgerufen hat. Im Zuge der Aktion, die auf die Situation des Schulfaches Bildende Kunst hinweisen soll, wurden neben anderen öffentlichen Aktionen u.a. Bilder an vielen Schulen in ganz Deutschland abgehängt, Vitrinen leergeräumt und über die Lage informiert.

Es ist vor allem im Kontext der seit etwa 15 Jahren stattfindenden internationalen Vergleichsstudien (wie beispielsweise der PISA - Studie) zu konstatieren, dass sich im Zuge von Reformen ein Veränderungsprozess in der Bildungslandschaft abzeichnet. Neben einem durch die Ergebnisse dieser Studien ausgelösten Wandel, der vornehmlich die Stärkung der evaluierten Fachbereiche in den Fokus rückt, wurden schrittweise in den letzten Jahren andere Fachbereiche, wie beispielsweise die Bildende Kunst, an den Schulen in ganz Deutschland in unterschiedlichem Ausmaß gekürzt und eingeschränkt.

Dies führte in anderen Bundesländern inzwischen dazu, dass das Fach u.a. nur noch als Wahlfach in der Sekundarstufe zu belegen und auch eine Abiturprüfung in diesem Bereich nur unter sehr speziellen Bedingungen möglich ist.

In einer Welt, die mehr und mehr von Bildern dominiert wird, ist diese Entwicklung als äußerst problematisch anzusehen, und eine Vernachlässigung dieses Schulfaches kann in Zukunft ganz wesentliche Bildungsinhalte unberücksichtigt lassen, die neben der Bildkompetenz auch die Persönlichkeitsentwicklung und ein ganzheitliches Lernverständnis betreffen.

Daher hat sich der Fachbereich Bildende Kunst des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach an dieser Aktion beteiligt, um einerseits für einen kontinuierlichen Kunstunterricht in allen Klassenstufen und in allen Schularten einzutreten und um andererseits ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ganz wesentliche Bildungsinhalte potentiell in zukünftig anstehenden Bildungsreformen bedroht sind, soweit nicht gemeinsam zumindest für eine Beibehaltung eines ohnehin schon in ganz Deutschland quantitativ vergleichsweise wenig berücksichtigten Bereiches eingetreten wird.

Infos im Internet:
www.hsg-eberbach.de


02.06.14

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