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Kunsthöhlen sind nützlich


Ein Siebenschläfer im Nistkasten. (Foto: Andreas Held)

(bro) (chk) Wenn der März ins Land geht und die Rufe der Kohlmeise zu hören sind, ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten. Dann wird es auch für den NABU Eberbach höchste Zeit die letzten Vogelnistkästen zu reinigen (am besten im Herbst). Dies ist nötig, denn Meisen und Co bauen jedes Jahr neue Nester - da sind die alten nur hinderlich.

Für die Wasseramsel käme das aber zu spät: Sie kann schon im Februar mit dem Brutgeschäft beginnen. Und das geschieht schon viele Jahre mit Erfolg im Raum Eberbach. Immerhin hatte diese Vogelart im letzten Jahr in 31 Nisthilfen Bruterfolge. Dazu wurden an Bächen 38 Höhlen angebracht.

Schon seit den Anfängen des NABU in Eberbach gehört das Anbringen von Nistkästen für Höhlenbrüter zur Jungenaufzucht zu den Schwerpunkten im praktischen Naturschutz. Dies gilt auch für die noch häufig vorkommenden Kohl- und Blaumeisen, denn Vorbeugen ist besser als Nachsehen.

In den vergangenen Jahren hatte der NABU Eberbach 225 Nistkästen aufgehängt. Standortschwerpunkte sind Eberbacher Waldgebiete, die Stadtrandlage und der Breitenstein. Dabei machen sich elf Helfer auf den Weg, sie zu betreuen.

Da es in der Natur an geeigneten Nistplätzen fehlt, werden die Nistangebote oft schnell und erfolgreich angenommen. Dies gilt gerade für die Kohl- und Blaumeisen und - wenn auch in geringerer Zahl - für Feldsperlinge, Star, Kleiber, Baumläufer oder Trauerschnäpper. Letzterer, ein Rote-Liste-Vogel, ist in Eberbach nur noch sehr selten anzutreffen. Noch in den Jahren von 1976 bis 1983 war er im Wald um das Flächenhafte Naturdenkmal „Felsennest“ mit bis zu zwölf Brutpaaren im Jahr heimisch, weshalb der Bereich beim NABU Eberbach auch „Trauerschnäpperwald“ genannt wurde. Nach 2003 aber erlosch der Bestand dort vollständig.

Kohl- und Blaumeisen sind in Eberbach die am häufigsten vorkommenden Bewohner der NABU-Nisthilfen, sie hatten 2017 einen Anteil von rund 68 Prozent der besetzten Höhlen. Der Gesamtanteil der besetzten Höhlen liegt bei ca. 77 Prozent. Weiter nisteten sich ein: Kleiber (zehn Paare), Feldsperling (zehn Paare) und Star (drei Paare). Die beiden letztgenannten Arten sind auf der „Roten-Liste der bedrohten Vogelarten in Deutschland“ aufgeführt. Manche Höhle wird mehrfach genutzt. So finden auch Fledermäuse, Hornissen oder Wespen dort Unterschlupf. Wenn in der Regel im Mai die Jungvögel ausgeflogen sind, übernimmt - hauptsächlich im Wald - der aus dem Winterschlaf kommende Siebenschläfer nicht selten die freigewordenen Höhlen zum Tagesaufenthalt und/oder um den Nachwuchs aufzuziehen.

Der NABU würde es begrüßen, wenn Naturfreunde im Garten oder sonst im Grünen ebenfalls Nistkästen anbringen könnten.

Bei Rückfragen: NABU Eberbach, Tel. (06271) 8099888 oder Tel. (06271) 2921.

E-Mail-Kontakt: naju-eberbach@web.de

Infos im Internet:
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/


27.03.18

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