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Nachrichten > Kultur und Bildung

Moresdal soll sich im Haintal befunden haben


Ein Eberbacher Forscherpaar vermutet die historische Siedlung Moresdal im Haintal bei Friedrichsdorf. Rechts unten ein Ausschnitt mit der Erwähnung des Orts im "Lorscher Codex". (Foto: Hubert Richter)

(hr) (rwi) Unter dem Titel “die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal im südlichen Odenwald” ist in der Universitätsbibliothek Heidelberg im Mai ein geschichtliches PDF-Buch erschienen, das von einem Eberbacher Ehepaar verfasst wurde und kostenlos heruntergeladen werden kann.

In dem 109 Seiten umfassenden Werk befassen sich Prof. Dr. Roland Wielen und seine Frau Ute mit der im Jahr 831 im “Lorscher Codex” erwähnten und inzwischen völlig verschwundenen Siedlung “Moresdal”, deren genaue Lage bisher nicht geklärt ist.
Diese frühmittelalterliche Siedlung mit “25 Leibeigenen” lag isoliert in einem damals unwegsamen Teil des Odenwalds. Moresdal ist die älteste nachgewiesene Siedlung im Raum des Ittertals zwischen den erst später erwähnten Orten wie Eberbach, Kailbach, Schöllenbach, Hohberg, Beerfelden, den Gemeinden im Sensbachtal und den Gemeinden des heutigen Waldbrunn.
Das Autorenpaar vermutet, dass die Entstehung Moresdals in der Nähe der Itter und des Moresbergs eng mit der “Albwines-Sneida”, einem militärisch wichtigen Weg durch den Odenwald, verbunden ist. Moresdal könnte eine notwendige Betreuungsstation für diese Schneise gewesen sein.

Auch für die genaue Lage der Siedlung haben Roland und Ute Wielen eine Hypothese, die sie ausführlich begründen: Sie soll sich im Haintal am Ausgang zum Ittertal befunden haben, also nah beim heutigen Eberbacher Ortsteil Friedrichsdorf (unser Bild). Die Autoren stützen sich dabei auch auf die überlieferte Grenzziehung der Zent Mudau in diesem Gebiet. Beschrieben, auch mit Abbildungen, wird die geschichtliche Entwicklung des Gebiets um Moresdal vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit. Die Reste von Moresdal wurden im Hochmittelalter vermutlich ein Außenposten des vom Kloster Amorbach neu gegründeten Rodungsdorfs Kailbach. Die Stelle, an der nach Meinung von Roland und Ute Wielen Moresdal lag, ist noch heute bewohnt.
Bisher wurde Moresdal von den Historikern eher im Rindengrund vermutet. Dabei handelt es sich um das dem Haintal in Itter-Fließrichtung etwa 500 Meter benachbarte Seitental der Itter.

Das Buch kann kostenlos unter untenstehendem Link heruntergeladen werden.

Infos im Internet:
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/28296/


03.06.20

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