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Nachrichten > Kultur und Bildung

Musikalische Irland-Reise begeisterte - Anonyme Saxophoniker am 22. Juli


(Fotos: Stefan Pahl)

(bro) (hqu) Wieder waren alle zugelassenen Plätze in der Hirschhorner Klosterkirche komplett gefüllt, nun auch der Kapitelsaal, und viele weitere Musikliebende verfolgten den Ausklang-Abend zu Hause an den Bildschirmen. Mit tosendem Applaus wurde die Synthese aus den beiden Ensembles bereits nach ihrem ersten, flotten Stück, „Ellan Vanin“, vom Publikum begrüßt.

Zu einer „musikalischen Reise nach Irland“ lud Lektorin Marlies Flachs ein und führte das Publikum mit irischen Witzen und kurzen Erläuterungen durch viele Bereiche irischer Kultur, irischer Gepflogenheiten und natürlich auch durch die diesem Volk zugeschriebenen Klischees.

Deutlich sentimentaler erklang dann „The water is wide“, bei welchem die Stimme der Musikprofilschülerin Matilda gefühlvoll über der sanften Begleitung aus Streicher- und Harfenklängen und einer Querflöte schwebte.

Mit dem instrumentalen Klagelied „Niel Gow’s Lament to the dead of his second wife“ erklang dann ein echtes, stellenweise polyphones Streichtrio, bei dem Franz Lechner (Violine) zur Begleitung seiner Tochter Antiona (Bratsche) und Musikabiturientin Greta Böing (Violoncello) bewies, dass er klassische und folkloristische Streichertechniken gleichermaßen beherrscht.

Dass Musikstudent Johannes Krahl neben der Querflöte und verschiedenen anderen Instrumenten auch auf der Tin Whistle sicher und stiltypisch brillieren kann, durfte das Publikum nun in der flotten Hornpipe „Off to California“ erleben. Martin „Mike“ Müller von www.ceol.studio, der in dieser AusKlang-Saison als Techniker annährend an jedem Mittwochabend in Erscheinung tritt und die Live-Übertragung in den Kapitelsaal sowie den Livestream unter dem hier genannten Link ermöglicht, wirkte nun mit seiner präzise gespielten Rhythmusgitarre zu Michael Pascuzzis Bhodran, einem Schlaginstrument der irischen Folklore. In der folgenden, ruhigeren Ballade „The Dawning oft he Day” überzeugte die Bratscherin Antonia Lechner auch noch sängerisch.

Danach rumpelte es mit „Stars oft the County Down” wieder einmal ordentlich, während Mike Müller und Tina Czemmel-Zink erstmalig am Lead- und Satzgesang in Erscheinung traten. Deutlich einfühlsamer setzte das Vokalduo seine Tätigkeit dann bei „Black is the Colour“ fort.

Anschließend verwöhnte Musiklehrerin und AusKlang-Hauptorganisatorin Christina Lechner die Ohren mit dem schönen Harfensolo „The Fairy Queen“. Beim nächsten Stück „The Last Rose“ gesellten sich Matildas Stimme und Johannes Krahls Flöte dazu, wobei die Flöte mit den gelegentlichen Terz- und Sextparallelen zur Stimme und ihrem Nachspiel das Stück sehr bereicherte.

Das Programm endete schließlich,mit „The last Song“ während das Publikum bei der gewünschten Zugabe den Beat dazu klatschte. Stefan Pahl setzte zum Abschluss mit einem tiefgründigen Abendsegen von Dietrich Bonhoeffer einen ehrwürdigen Contrapunkt zu den eher humoresken Texteinlagen von Marlies Flachs.

Der irische Abend endete beschwingt und besonnen - und durchaus im Sinne der Initiatoren. Für sie ist der Ausklang nicht eine "gewöhnliche" Konzertreihe, sondern eine musikalische Andacht zum Ausklang des Tages mit besinnlichen Impulsen und einem Segen am Ende.

Vorschau:

(as) Im vergangenen Jahr haben sie schon für Furore gesorgt. Auch in diesem Jahr, in dem infolge der Corona-Pandemie besondere Bedingungen gelten, werden die vier Musiker der Anonymen Saxophoniker einen besonderen Sound in die Hirschhorner Klosterkirche bringen.

Am Mittwoch, 22. Juli spielen Felix und Florian Roh, Pierre Moreira sowie Fabian Held und füllen die Kirche mit einem außergewöhnlichen Klangspektrum. Sie spielen sich durch verschiedene Epochen und Genres, von der Renaissance, über afrikanische Musik bis hin zum zeitgenössischem Pop.

Trotz ihrer Jugend agieren die vier Musiker meisterhaft zusammen. Ihr Sound ist bis ins Detail auf einander abgestimmt und wirkt wie aus einem Guss. Kein Wunder, dass diese Musik auf das Publikum so mitreißend wirkt.

Unter den herrschenden Bestimmungen der Corona-Schutzmaßnahmen sind die Plätze in der Kirche strikt limitiert. Weil der Andrang bei den letzten Ausklang-Konzerten so groß war, haben die Künstler zu einer Zusatzveranstaltung im Form einer öffentlichen Generalprobe zugestimmt, die bereits um 19 Uhr stattfindet. So entsteht eine zusätzliche Möglichkeit, das Konzert in der Kirche live zu erleben, und die Gäste haben die Wahl zwischen der Veranstaltung um 19 Uhr oder um 20.44 Uhr.

Dank Mike Müller vom Ceol-Studio, Kortelshütte, besteht zusätzlich die Möglichkeit, das spätere Konzert im Klosterhof oder im Kapitelsaal live zu erleben. Und wer in diesen Zeiten auf den beschwerlichen Aufstieg zur Klosterkirche verzichten möchte, kann die Live-Übertragung auf YouTube (Link s. u.) verfolgen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Infos im Internet:
www.ceol.studio


13.07.20

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