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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Erste Hilfe ist das wichtigste Glied in der Rettungskette


Lebensretter vom 24. September mit Dr. Patrick Schottmüller (r.) am Ort des Geschehens: Susanne Richter, Simone und Markus Haas sowie Sandra Lenz (v.l.). (Foto: Claudia Richter)

(cr) Dem Mut zur Ersten Hilfe von Passanten verdanken in Eberbach in jüngster Zeit mindestens zwei Männer vermutlich ihr Leben. Die Rettungskette habe bestens funktioniert, bestätigte rückblickend auch der leitende Notarzt.

Jährlich wird Ende September in der “Woche der Wiederbelebung” auf die richtige Verhaltensweise bei einem medizinischen Notfall hingewiesen. Bereits Mitte September wurden Menschen in Eberbachs Innenstadt Zeuge, wie wichtig erste Hilfe ist. Ein 52-jähriger Mann kollabierte, Anwesende erkannten die Situation, begannen mit Herz-Druck-Massage. Weitere Hilfe kam hinzu, einer der Defibrillatoren, die in Eberbach in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung fast flächendeckend vorzufinden sind, kam zum Einsatz. Der Mann lebt, es gehe ihm gut, so Dr. Patrick Schottmüller, der das Defi-Projekt in Eberbach begleitet und als leitender Notarzt heute über diesen Einsatz berichtete.

Ein weiterer Notfall ereignete sich am 24. September in der Nähe einer Tankstelle in Eberbach. Susanne Richter fuhr mit ihrem Auto von der Wilhelm-Blos-Straße in Richtung Friedrich--Ebert-Straße, als ihr ein am Boden liegender Mann auffiel. Sie stellte ihr Fahrzeug ab, schnappte ihren Mund-Nasen-Schutz und eilte zu dem etwa 70-jährigen Mann. Ein anderen Autofahrer habe den Bewusstlosen auch bemerkt und direkt einen Notruf über die Telefon-Nummer 112 abgesetzt, erzählte Richter. Sie selbst habe mit Herz-Druck-Massage begonnen, nachdem kein Puls mehr zu fühlen war. Abgelöst wurde sie von einem jungen Arzt, der wohl zufällig an der Tankstelle gewesen sei. Auch Sandra Lenz kam an der Unglücksstelle vorbei, sah die Reanimationsversuche an der auf dem Gehweg liegenden Person und leistete Erste Hilfe. Inzwischen seien auch Krankenwagen und Notarzt in Richtung Tankstelle unterwegs gewesen, erinnerten sich Simone und Markus Haas, die mit ihrer Tochter Luisa an diesem Nachmittag ebenfalls zu den Ersthelfern zählten. Während Mutter und Tochter gemeinsam bei der Reanimation des Mannes halfen, regelte Markus Haas spontan den Verkehr im Kreuzungsbereich. Der Senior konnte mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht und weiter behandelt werden. Auch ihm gehe es inzwischen gut, versicherte Schottmüller. Er selbst war an diesem Donnerstag nicht im Dienst, ist aber bestens über den Vorfall informiert. Er dankte den Ersthelfenden, die das wichtigste Glied in der Rettungskette seien. Beide Männer hätten wahrscheinlich nur durch das beherzte Eingreifen der Personen überlebt, so der Arzt. Aber gerade in Zeiten von Corona befürchtet er, dass Menschen nicht bereit zur Ersten Hilfe sind.

Heute ließen Lenz, Richter und das Ehepaar Haas den Vorfall Revue passieren. Man habe reagiert und geholfen, allerdings auch bemerkt, wie anstrengend eine Herz-Druck-Massage sei, so die einstimmige Aussage. Über das Verhalten mancher Anwesenden zeigte man Unverständnis. Der Patient habe vor der Ausfahrt der gut frequentierten Tankstelle gelegen, aber außer Zuschauen habe man von vielen Anwesenden keine Reaktionen erkennen können. Ein Lkw-Fahrer konnte ebenfalls nicht aus dem Tankstellenbereich fahren. Er blieb im Fahrzeug sitzen. Er habe Zeit, so seine Aussage, über die sich Richter heute noch ärgere.

Schottmüller betonte noch einmal die Wichtigkeit der Ersten Hilfe, immerhin sterben jährlich bis zu 100.000 teils junge Menschen am plötzlichen Herztod, so der Arzt. Den Anwesenden bescheinigte er heute eine gute Arbeit beim gemeinschaftlichen Anpacken und wünscht sich dieses Verhalten von vielen Menschen auch in der aktuellen Zeit der Pandemie.

25.10.20

Lesermeinungen

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Von unbekannt (05.11.20):
@ Menschlichkeit

Manchmal ist eine Mund zu Mund Beatmung nicht immer sehr appetitlich durchzuführen und besonders in Zeiten, in denen auf Ersthelferkursen , von einer Mund zu Mund Beatmung abgeraten wird, lohnt es sich , einen Ambubeutel ins Auto zu legen und im Umgang damit geschult zu werden.



Von unbekannt (05.11.20):
an die Familie:
Vielen Dank für Ihre Nachricht. Es freut mich sehr, dass Ihr Vater / Ehemann überlebt hat. Es lohnt sich, zu kämpfen. Jedes Leben ist wertvoll. Alles Gute weiterhin.


Von Familie des Reanimierten (04.11.20):
Mit Freuden können wir mitteilen, dass der 75-Jährige Mann, der am 24.09.2020 an der Shell-Tankstelle einen Herzinfarkt erlitt, durch das beherzte eingreifen der Ersthelfer und die weitere medizinische Versorgung im Uniklinikum Heidelberg gerettet werden konnte und sich auf dem Weg der Genesung befindet. Ohne Ihre Hilfe wäre unser Vater/Ehemann nun nicht mehr am Leben.
Wir finden es sehr schön, dass der Eberbach-Channel einen Artikel über Ersthelfer gebracht hat, deren Einsatz von großer Bedeutung für das Überleben vieler Menschen ist.
Unserer besonderer Dank geht an die Krankenschwester Frau B. & den Taxifahrer Herrn S., für deren federführende Reanimation.
Vielen Dank von der Familie des 75-Jährigen!


Von Menschlichkeit (26.10.20):
Zu Beginn möchte ich an dieser Stelle allen Menschen danken, die anderen in einem Notfall helfen!!! Jeder kann irgendwie und irgendwann mal in eine Notsituation kommen, wo er ganz bestimmt sehr glücklich ist über Menschen die ihm helfen. Ich nenne das Solidarität. Dies gilt ganz besonders auch in der aktuellen so genannten Corona Zeit. Dies ist nichts anderes als eine Grippe, die wir jedes Jahr haben. Mittlerweile ist ja bekannt, dass diese aktuelle Grippe, die man derzeit nur noch Corona nennt, alles andere als super infektiös beziehungsweise super gefährlich ist. Dies wurde zwar vor Monaten behauptet, hat sich aber mittlerweile als falsch erwiesen. Corona ist einfach nur der Oberbegriff, für Influenza Viren, wie zum Beispiel Grippe Viren. Somit braucht man vor der aktuellen Situation nicht Übermäßig Angst zu haben. Panik sollte niemals dazu führen, dass man einem Menschen der in Not ist dann nicht hilft!!! So hoffe ich sehr, dass Menschlichkeit und Solidarität auch weiterhin in Eberbach bestand hat.

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