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Fledermäuse erwachen nach den energiezehrenden Wintermonaten geschwächt


Großes Mausohr (Myotis myotis) ins Quartier (Kirchdachboden) einfliegend. (Foto:Menz)

(tw) (db) Die steigenden Temperaturen und die duftende Frühlingsluft haben die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf geholt. Neben Zwergfledermäusen und Abendseglern wurden in den letzten Tagen auch schon Große Mausohren bei abendlichen Ausflügen beobachtet.
Das Große Mausohr, mit gut 40 Zentimeter Flügelspannweite unsere größte heimische Fledermausart. Über viele Generationen hinweg bewohnen die Traditionalisten großräumige, ungestörte Dachböden als warme Ersatzhöhlen in Kirchen, Schlössern oder anderen großen Gebäuden. Durch die gute Zusammenarbeit der Stadt Eberbach (Bauamt und Umweltschutzamt) mit der Koordinationsstelle für Fledermausschutz Nordbaden, in Karlsruhe, sowie mit der NABU-Gruppe Eberbach, kann ein traditionelles Mausohren – Sommerquartier trotz Umbaumaßnahmen wieder von den Nachtjägern bezogen werden. Die Lebensbedingungen haben sich in diesem Dachstuhl für die, aus dem Winterschlaf kommenden, Weibchen sogar deutlich verbessert. Sie werden dort wieder ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Die Geburt der Jungen etwa Anfang Juni wird, wie übrigens bei allen Fledermausarten, zum Trapezakt. Kurz vor der Geburt sucht sich das betreffende Weibchen einen etwas abgelegenen Platz mit dem Kopf nach oben. Ohne die Geborgenheit eines Nestes gleitet das neugeborene Mausohr sanft in die Schwanzflughaut der Mutter. Gesichert sind sie nur durch die Nabelschnur. Das Neugeborene krabbelt sofort am Bauchfell der Mutter hoch in Richtung der Zitzen. Dabei wird es von der Mutter eifrig beleckt und die Mutter kehrt in die Hanggemeinschaft zurück, um sich normal, nämlich mit dem Kopf nach unten, aufzuhängen. Während des nächtlichen Jagdfluges bleiben die Jungtiere im Quartier. Sie hängen unter Aufsicht mehrerer Weibchen eng beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Zum Säugen kommen die jagenden Mütter regelmäßig wieder in das Quartier. Sie erkennen ihr Junges an individuellen Ruflauten und am Geruch aus der Vielzahl zurückgelassener kleiner Fledermäuse wieder. Die Jagdgebiete des Großen Mausohres sind vorzugsweise in alten Laubwaldbeständen, wo sie dicht über dem Erdboden nach flugunfähigen Laufkäfern jagen. Diese Beutetiere erhören sie am Rascheln im Laub und fangen sie dann zu ‚Fuß‘. Laufkäfer bilden das Grundnahrungsmittel für Mausohren zu dem sich dann das jeweilige Insektenangebot der Saison gesellt.
Trotz solch positiv verlaufender Bemühungen um den Erhalt von bekannten, traditionellen Wochenstuben – Quartieren sind leider viele der 23 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten akut vom Aussterben bedroht.
Darum bitten Sie der NABU Eberbach, sowie die Koordinationsstelle für Fledermausschutz Nordbaden in Karlsruhe, um Ihre Hilfe.Wer Aufenthaltsorte von Fledermäusen kennt, ein geschwächtes, verletztes oder gar totes Tier findet, sollte dies dem NABU (Doris Bermich, Tel.: 916194), oder dem Umweltschutzbeauftragten der Stadt Eberbach, Klemens Bernecker (Tel. 87259), melden.
Was ist zu tun, wenn Sie eine flugunfähige Fledermaus finden?
Die aus dem Winterschlaf erwachte Fledermaus ist durch den Energieverbrauch geschwächt und bedarf der Unterstützung des Menschen. Das Tier sollte nur mit Handschuhen oder einem ähnlichen Schutz angefasst werden, da sich Fledermäuse, wie andere Wildtiere auch, gegen den Zugriff wehren und unangenehm zwicken können. Hat man sie auf diese Art behutsam gefangen, sollte man sie mit einem Tuch in einen Karton setzen und diesen fest verschliessen. Nicht vergessen: Luftlöcher im Karton anbringen. Da die Tiere meistens dringend Wasser benötigen, sollte man ein kleines Schälchen mit Wasser in den Karton stellen. Am besten bringt man die Fledermaus danach an einen kühlen Ort – zum Beispiel in den Keller – und läßt das Tier in Ruhe bis einer der genannten Fledermausschützer bei Ihnen eintrifft.
Wer jetzt Lust bekommen hat auch aktiv am Fledermausschutz oder bei anderen Aktivitäten des NABU mitzumachen, kann sich unter den genannten Telefonnummern informieren oder zu den NABU – Monatstreffen, jeden 1. Donnerstag im Monat, 20 Uhr im Hotel Karpfen kommen.

Infos im Internet:
www. nabu-eberbach.de


24.03.03

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