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Exotische Pflanzen gefährden heimische Natur - große Bestände auch auf Gemarkung Eberbach -


Claudia Leitz und Arnd Koch vom NABU Eberbach beim Mäheinsatz zur Bekämpfung des Indischen Springkrauts am Neckarufer beim Kanuclubhaus. (Foto:privat)

(hr) (nabu) Noch vor wenigen Jahren als Raritäten bestaunt, sind sie heute zu "Sorgenkindern" im Naturschutz geworden. Gemeint sind aus der großen Zahl der Neophyten vornehmlich Indisches Springkraut, Japanischer Staudenknöterich, Kanadische Goldrute und Topinambur , die als "Neubürger" in der freien Landschaft Fuß fassen konnten und dort, wo sie in Massen vorkommen, Probleme bereiten.

Dabei fing alles harmlos an. Die heute verwilderten Exoten erfreuten ursprünglich die Besucher botanischer Gärten oder wurden, wie Topinambur, als Nahrungspflanze eingeführt. Dann aber erlangten die stark ausbreitungsfähigen Pflanzen in Hausgärten eine weite Verbreitung. Im "Sprung über den Gartenzaun" besiedelten sie bald neue Standorte an Straßenrändern, auf Schutthalden oder an Bach- und Flussufern. Aber auch die Aussaat in freier Natur als Bienenweide oder der Anbau als Wildfutter konnte zur Auswilderung führen.

Topinambur und Indisches Springkraut, schnell wachsende Stauden, die über zwei Meter hoch werden können und aus Nordamerika bzw. dem Himalaja stammen, konnten sich auch am Neckarufer auf Gemarkung Eberbach stellenweise stark ausbreiten und pfuschen dem örtlichen Naturschutzbund (NABU) ins Handwerk, da er die ökologische Gestaltung und landschaftspflegerische Betreuung des Flussabschnitts zu einem Arbeitsschwerpunkt gemacht hat. Der Japanische Staudenknöterich wuchert inzwischen sogar an einigen Stellen mitten im Stadtwald, so z.B. auf der Hohen Warte.

Nachteile, die von den Problempflanzen bei Massenauftreten ausgehen, liegen in der Verdrängung bodenständiger Hochstauden, wodurch typische Lebensgemeinschaften aus bestimmten Pflanzen und den speziell daran angepassten Tieren (z.B. Insekten) die Lebensgrundlage entzogen werden, wie aus einer Studie, vom Umweltministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegeben, hervorgeht. Massenvermehrung in verschiedenen Landesteilen des Bundeslandes führten zur Untersuchung, aus der auch Bekämpfungsmaßnahmen entwickelt wurden. Indisches Springkraut und Topinambur werden aber auch von der Wasserwirtschaftsverwaltung nicht gerne gesehen, da sie die Böden in Ufernähe im Winter nicht halten und die erodierende Kraft des Hochwassers die Sicherung der Ufer beeinträchtigen kann.

Schon vor 15 Jahren hatte sich am Neckarufer im Bereich "Au" auf einer Wiesenbrache ein mannshohes, kaum durchdringliches Topinamburfeld gebildet, das sich schnell vergrößerte und das zur Ausbreitung erwünschte, aber noch spärliche Schilf, blockierte. Erst nach vollständiger Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung am dortigen Uferstreifen kam auch stellenweise Indisches Springkraut auf. Ähnliches passierte an den Ufern im Gewann Laudenbach, im Naturdenkmal "Schilfgebiet Eberbach" und unterhalb von Rockenau.

Durch Ausreißen und Mähen der Pflanzen konnte der NABU in den letzten Jahren die unerwünschten Gäste stark zurückdrängen, wodurch sich das Schilf, aber auch Disteln, Kletten und Brennnesseln ausbreiten konnten. Hierbei halfen Schulklassen mit. Die Arbeiten werden fortgesetzt. Helfer sind willkommen.

Infos im Internet:
www.nabu-eberbach.de


14.08.03

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